Laschet greift Habeck an

Armin Laschet, Kandidat für den CDU-Vorsitz, hält die Grünen und ihren Vorsitzenden ­Robert Habeck für politische Illusionskünstler.

»Die Grünen sind nicht in Regierungsverantwortung, müssen nicht konkret handeln und können sich so zu jedem Thema, das sie besetzen wollen, betont gefühlig äußern. Besonders beliebt sind ja die philosophischen Betrachtungen eines Poeten aus dem Norden«, sagt Laschet in einem SPIEGEL-Gespräch mit Blick auf Habeck: »Das klingt ganz gut, verliert aber bei genauem Zuhören oder Nachfragen schnell an Substanz.« Laschet fordert die Grünen zu programmatischer Klarheit auf. »Im Bundestagswahlkampf sind die Grünen gezwungen, endlich mal konkret zu werden«, sagt er. Da wollten die Menschen zum Beispiel wissen, wie Deutschland Industrieland bleiben könne und wo der Strom herkomme. »Ich höre da schon ein: Nicht so schnell, da müssen wir erst mal die Interessen der Protestgruppen und Bürgerinitiativen berücksichtigen.
Aber Politik verlangt Entscheidungen. Diese Sachdebatten müssen wir führen«, fordert
der CDU-Politiker.

Laschet wirft zudem seinem innerparteilichen Rivalen Friedrich Merz einen falschen Kurs in der Auseinandersetzung mit der AfD vor. »Wähler holt man zurück, indem man überzeugende Politik macht, Probleme der Menschen löst«, sagt Laschet. »Nicht mit Reden, sondern mit Handeln.« In NRW wolle seine Regierung neue Arbeitsplätze schaffen, außerdem fahre sie »einen klaren Kurs in der inneren Sicherheit«, so der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. »Die falsche Antwort wäre es, AfD-Themen zu übernehmen und deren Sprache zu sprechen. Das funktioniert nicht.«

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